Kino Im Kulturhaus Saal

 

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Kino trotz mit Kleinkind? 

 

Stillgruppe, Krabbelgruppe, Eltern-Kind-Kurse… Nach der Geburt eines Kindes ist das selbstbestimmte Leben für viele frischgebackene Eltern erst mal vorbei. Alles dreht sich ums Baby. Alte Freunde und Hobbys bleiben auf der Strecke. An abendliches Ausgehen ist gar nicht mehr zu denken, vor allem, wenn das Kind alle zwei Stunden nach Nahrung und Nähe verlangt.

 

Doch jetzt kommt.... Kino, Baby!  

Endlich sind Eltern mit kleinen Babys nicht mehr von der (Kultur-)Welt abgeschnitten: Jeden zweiten Montag im Monat um 10:30 können Mamas und Papas wieder ins Kino gehen. So wie früher. Und das Baby? Baby kommt mit!    

Um die Kleinen nicht zu überreizen, laufen die Vorstellungen mit verminderter Lautstärke und bei sanftem Licht. Es darf gestillt, gekrabbelt und gebrabbelt werden! Wickeltisch und Stellplätze für Kinderwagen sind vorhanden. Und Stilltee gibt’s gratis!

 

Für Babys kostenlos, Erwachsenen zahlen 7,50€

 

 



 Vorankündigung: Mo, 11.12.17 / 10:30 Uhr  

 SIMPEL


Dass ein Mensch, der anders ist als die anderen, nicht unbedingt eine Belastung, sondern eine Bereicherung darstellen kann, thematisiert Markus Goller ('Friendship', 'Frau Ella') in seinem zutiefst berührenden neuen Film. Frederick Lau und David Kross spielen in der Verfilmung des Romans von Marie-Aude Murail überzeugend ein sehr ungleiches Brüderpaar. Ben schlägt sich mit Jobs durch und kümmert sich rührend ununterbrochen um Barnabas, der geistig auf dem Stand eines Dreijährigen ist. Als ihre Mutter stirbt, soll Barnabas - Simpel genannt - in ein Heim. Beide wollen das nicht. Und so flüchten sie nach Hamburg, um ihren Vater zu suchen, der dort eine neue Familie gegründet hat, von seinen "alten" Kindern und insbesondere seinem "missratenen" Sohn nichts wissen will, aber als einziger die Heimunterbringung verhindern könnte. Großartige Darsteller in einem teilweise sehr lustigen Film, der sehr nachdenklich macht.

 

DIE IDEE    

 

Wenn Menschen Eltern werden, ändert sich Vieles im Leben; was bleibt, ist das Bedürfnis nach sozialen Kontakten, Austausch auf Augenhöhe, Pflege eigener (intellektueller) Interessen. Wenn diese Bedürfnisse mit Kind nicht mehr befriedigt werden können, birgt das Frustrationspotential. Manche Eltern, meist Mütter, fühlen sich isoliert und “irgendwie raus”.    

 

Deshalb ist es wichtig, ihnen die Teilnahme am kulturellen Leben weiter zu ermög-lichen. Dazu müssen ein paar Rahmenbedingungen entsprechend angepasst werden.

 

Kino, Baby! möchte Eltern von Kleinkindern (bis ca. 18 Monate) durch ein zeitlich und räumlich geeignetes Angebot die Möglichkeit geben, weiterhin die aktuellen Filme zu sehen, über die kinderlose Freunde reden und dabei Menschen mit ähnlichen kulturellen Interessen treffen. Das alles im Schutz einer Gruppe ebenso “Betroffener”, die die zu erwartenden Regel- abweichungen (Lautstärke, Unruhe, alles, was mit Babys so passiert) toleriert und teilt.    



 



 





 

 

 

 

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